WEIHNACHTEN MIT LALELU
HAMBURGER MORGENPOST, 08.12.06
So gar nicht himmlisch tobt denn auch die Laeiszhalle, als Sonja Wilts sich aus ihrem weißen Kleid stript und plötzlich in schwarzem Mini auf dem Schoß eines alten Herrn sitzt - erotischer die Glocken nie klingen ...
Ja, die stille Nacht ist fern, wenn Hamburgs populärstes A-cappella-Quartett zu "Weihnachten mit LaLeLu" lädt, Tobias Hanf den "Ede" Stoiber mit seinem "Weihnachtswunsch"-Gedicht literarisch dilettieren lässt oder Jan Melzer nicht nur Julio Iglesias zerschmachtet: "Der Weihnachtsmann ist müde und will nach Hause gehn, und all die blöden Kinder kann er nicht mehr sehn ..." Stattdessen gibts den Tannenbaum-Rap um den "geilsten Baum" und Anleitungen zum Dickwerden. Sören Siegs Bitte, sich in dieser Zeit auch der einsamen Menschen zu erinnern ("Denken Sie an Peter Hartz, Thomas Doll") und die Kurzversion des Musicals "Kumpel Jesus".
Gesang, Theater, Comedy: Bei LaLeLu sitzen nicht nur jeder Einsatz und jede Pointe, hier stimmen Persiflage und Parodie, Pfiffigkeit und Originalität das hohe Lied musikalisch-komödiantischer Kunst an. So dass am Ende selbst der Weihnachtsmann zugeben muss: Dieser Abend war ein wahres Fest. (Christoph Forsthoff)
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