Über LaLeLu / Presse

PERFEKTER GESANG UND GELUNGENE ARRANGEMENTS

Starker Auftritt des Ensembles LALELU im Lenze-Forum
Deister- und Weserzeitung, 08.11.08



Groß Berkel (ag).  "Große Kunst für sehr viel Geld" war das Motto der A-cappella-Comedy-Gruppe "LaLeLu" am Donnerstagabend im Lenze-Forum. In Wahrheit gab es aber ganz große Kunst für vergleichsweise kleines Geld, denn die vier stimmgewaltigen Künstler aus Hamburg wären auch ein weitaus höheres Eintrittsgeld wert gewesen.
Ein Feuerwerk aus perfekter Gesangsleistung, gelungenen Arrangements, niveauvollem Witz und nicht zuletzt einer umfassenden Vorbereitung in Sachen Wissen rund um den Veranstaltungsort Groß Berkel begeisterte das Publikum im ausverkauften Saal. Denn Sören Sieg, der nicht nur den Abend moderierte, sondern auch der musikalische Kopf des Quartetts ist, wusste bestens Bescheid über die örtlichen Gegebenheiten und sprach so selbstverständlich über Abendspaziergänge an der Humme, als wäre er nie woanders gewesen. Zusammen mit seinen Mitstreitern Tobias Hanf, Jan Melzer und Sanna Nyman überzeugte er zudem mit einem gesanglichen Niveau, das man so nicht erwartet hatte. Ganze Streichorchester erklangen ebenso, wie sich in den verschiedenen Nummern die einzelnen Solostimmen gut präsentieren konnten. Die Kunst der Erziehung der eigenen Kinder wurde am Beispiel alter und neuer Kinderlieder demonstriert, und natürlich durfte auch die Diskussion um das Kunstverständnis von Marcel Reich-Ranicki nicht fehlen. Ihn parodierte Tobias Hanf ebenso perfekt wie Franz Müntefering, Edmund Stoiber und Gerhard Schröder.
 
Gelungene Kostümwechsel, die immer wiederkehrende Einbindung des Publikums, vor allem des Groß Berkelers Karsten Hübner, und Darbietungen aus nahezu jedem Musikgenre rundeten das Programm ab. Für den verdienten frenetischen Applaus bedankte "LaLeLu" mit der längsten Zugabe der Welt, einem Medley aus 25 Songs, in dem von "Veronika der Lenz ist da" über "Satisfaction" bis zu Grönemeyers "Flugzeuge im Bauch" alles zu Gehör kam. Doch auch das war nicht genug - und so verabschiedeten sich die vier Musiker endgültig mit einem Stück, das für Gänsehautgefühl sorgte. Ohne Mikrofon begannen sie einen afrikanischen Gesang auf der Bühne, der im Publikum endete und nochmals die außergewöhnlichen Stimmen und deren Harmonie zueinander unterstrich.

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