Über LaLeLu / Presse

DER LANGE HARTE WEG ZUR MÄRCHENHOCHZEIT
IKZ, 27.03.2007
A-Capella-Quartett "LaLeLu" begeistert mit ihrer Oper "Nimm mich!"

Es endet mit einer Hommage an die ewige Liebe, einem innigen Kuss und einem tanzenden Publikum, doch in den vorausgegangenen zwei Stunden ihrer Hochzeitsoper „Nimm mich!“ beschritten die Hanseaten von „LaLeLu“ am Freitagabend den langen Pfad zum Traualtar, der mit allerlei schwarzem Humor, großartiger Situationskomik und wunderbaren Melodien gespickt war.
Angefangen hatte alles in einer spärlichen Kneipe beim typischen Singleabend: Schlagermusik im Hintergrund, Bier in der Hand, nervöse Blicke nach links und rechts. Dort trafen ein kleinwüchsiger Kellner, eine hübsche Blondine, ein schick gekleideter Junggeselle und der Fahrlehrer Bernd aufeinander.
„Pornobernd“, wunderbar machohaft vom Cowboystiefel tragenden Tobias Hanf dargestellt, konnte trotz seines enormen Flirtpotenzials bei der schönen Sonja Wilts nicht landen. Diese wartete lieber weiterhin auf ihren Traumprinzen, ihren „Königssohn“.
Mit Jan Melzer stellte sich sogleich der nächste Kandidat für die hübsche Dame. Genau wie sein testosteronstrotzender Vorgänger Bernd sucht der reiche Charmeur nicht etwa die Liebe seines Lebens: Eine Frau zum Heiraten sollte es sein, andernfalls würde er bald enterbt.
 
Die bunte Vogelhochzeit
 
Seine finanziellen und charakterlichen Vorzüge schienen den Nerv des Blondchens zu treffen, die sich nach kurzem Zweifeln zur baldigen Hochzeit hinreißen ließ – die hübschen Brautschuhe, der große Pool und das eigene Hausmädchen leisteten dabei ganze Überzeugungsarbeit.
Indes kam dem kleinen Kellner, höchst sympathisch und fast rührend von Sören Sieg dargestellt, eine ganz andere Idee, um die ewige Liebe zu finden: „Kauf dir eine Vietnamesin oder eine kleine Thai!“
Während das „Fest der Feste“ immer näher rückte, riet die Sippschaft des Bräutigams in gruseligen Roben eindringlich zum Ehevertrag: „Soll sie sehen, wo sie bleibt, wenn sie nicht unterschriebt.“
Als das Kleid endlich sauber und der Strauß groß genug war, ging es mit einem freudig tanzenden Bräutigam ab vor den Traualtar. Aber zum romantischen Ja-Wort sollte es nicht kommen. Stattdessen läutete das große Stündlein des kleinen Kellners, der eine pinke Schatulle zückte und im romantischsten alles Augenblicke seiner Angebeteten nicht etwa einen Verlobungsring, sondern frisches Gemüse anbot.
Nach einer spannenden Geiselnahme, Bernds intellektueller Offenbarung und einem großartigen Gitarrensolo trat die Braut erneut vor den Altar, diesmal mit dem kleinen, sympathischen Kellner – das Happy End der Etwas anderen Liebesgeschichte.
 
Tour läuft bis November
 
In einer Zugabe stellten die vier Künstler sowohl ihr sängerisches als auch ihr humoristisches Potenzial erneut unter Beweis, als sie eine bisher unbekannte Version der „Vogelhochzeit“ mit einem homosexuellen Bräutigam und allerlei anderen Querelen präsentierten.
Das Iserloher Parktheater war die dritte Station von „LaLeLu“, die noch bis Ende November mit ihrer Hochzeitsoper „Nimm mich!“ auf großer Deutschland-Tournee sind.

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