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Eitler des Monats Februar 2010

Es ist schlimm zu sagen, man wünschte, dass es anders wäre, man kämpft dagegen an wie ein Tiger, ringt mit sich und seiner Fassung wie eine Glühbirne, aber es nützt alles nichts:
Man hat absolut keine Wahl!!
Nicht in diesem Monat …
Die GOLDENE POMADE für den Monat Februar geht unausweichlich an:

Guido Westerwelle

Staatsmännchen

Begründung der Jury:

Die Jury liegt sich weinend in den Armen, denn das hat niemand gewollt. Niemand wollte diesem Mann noch eine weitere Plattform für seine Eitelkeit geben, aber er hat die Brechstange rausgeholt. Er wollte es unbedingt.
Guido Westerwelle, ein Mann wie eine Leuchtreklame. Es war einfach zu viel für ihn. Er hat sich so beherrscht in den Jahren der Opposition. Nach der Spaßmobil-Kampagne und der skurrilen Zusammenarbeit mit dem gescheiterten Fallschirmspringer Jürgen Riesenstaatsmann Möllemann hat unser Guido eingesehen, dass er sich zurückhalten muss. Es tat sehr, sehr weh, aber er hat es unterdrückt. Dieses Blubbern in ihm. Dieser unfassbare Druck auf seinem ganz persönlichen und sehr privaten Kessel. Und das mit Erfolg. Er hat seine lustige Partei glatt auf 16 Prozent hochzusammengerissen. Was man mit Selbstbeherrschung alles erreichen kann! Toll …
Doch dann kam der Wahlabend … Plötzlich hatte er einen seriösen Job. Und zwar nicht irgendeinen! Nahein! Guido war so stolz auf seine neuerworbenen Fähigkeit, sich zu beherrschen (weil er ja immer so wahnsinnig stolz auf alles ist, was mit ihm zu tun hat), dass er sich gleich den seriösesten aller seriösen Jobs in der Regierung reingezogen hat. Den Außenminister. Puh. Wie sagt man noch: Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht:
Es erinnert an die Szene aus Monty Pythons „Sinn des Lebens“ als der Vielfraß nach einem mehr als üppigen Mal nur noch ein einziges Weinblatt isst … und platzt …
Und er ist geplatzt … (wir wollen das politisch nicht kommentieren, bitte entnehmen Sie Details den täglichen Zeitungen)
Die Jury überreicht Guido Westerwelle die GOLDENE POMADE im besonderen für die Eitelkeit, zu glauben, dass einer wie er, der es gerade mit Ach und Krach durch eine Nähte-sprengende Selbstbeherrschung zum Vizekanzler gebracht hat, das Zeug zum Außenminister hat.
Guido, mach mal Urlaub, ohne den Druck bist Du bestimmt sehr nett!

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